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         <titleStmt>
            <title level="s">Arthur Schnitzler: »Das Zeitlose ist von kürzester Dauer.« Interviews,
               Meinungen, Proteste (1891–1931)</title>
            <title level="a" ref="#pmb32943">Jób Paál: Gespräch mit Artur Schnitzler,
               2. 8. 1931</title>
            <title type="iso-date" when-iso="1931-08-02" n="1">2. 8. 1931</title>
            <author ref="#pmb5134">Paál, Jób</author>
            <editor>
               <name>Müller, Martin Anton</name>
            </editor>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>ASI</edition>
            <respStmt>
               <resp>Transkription und Kommentierung</resp>
               <name>Martin Anton Müller</name>
            </respStmt>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>Martin Anton Müller</publisher>
            <idno type="asi" n="016"/>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <listBibl>
               <biblStruct>
                  <analytic>
                     <author ref="#pmb5134">Paál, Job</author>
                     <title level="a" ref="#pmb32943">Gespräch mit Artur Schnitzler. Warum der
                        Dichter nichts von Interviews hält und warum kein gutes Porträt von ihm
                        existiert</title>
                  </analytic>
                  <monogr>
                     <title level="j" ref="#pmb36376">Neues Wiener Journal</title>
                     <imprint>
                        <date when="1931-08-02" n="1">2. 8. 1931</date>
                     </imprint>
                     <biblScope unit="jg">39</biblScope>
                     <biblScope unit="nr">13.540</biblScope>
                     <biblScope unit="pp">5</biblScope>
                  </monogr>
               </biblStruct>
            </listBibl>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc>
         <langUsage>
            <language ident="de-AT" ana="alte-rechtschreibung">German</language>
         </langUsage>
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      <revisionDesc status="approved">
         <change who="MAM" when="2017-11-17">angelegt</change>
         <change who="MAM" when="2018-02-14">Index check</change>
         <change who="KH" when="2021-11-02">Durchsicht</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader><text type="text">
      <body>
         <div type="original">
            <head>Gespräch mit <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur Schnitzler</rs>.</head>
            <head type="sub">Warum der Dichter nichts von Interviews hält und warum kein gutes
               Porträt von ihm existiert.</head>
            <head type="sub">Von Job Paál.</head>
            <p rend="right">
               <rs type="place" ref="#pmb189">
                  <hi rend="spaced_out">Semmering</hi>
               </rs>, im <date>August</date>.</p>
            <p>In dem vornehmen <rs type="place" ref="#pmb413" subtype="implied">Hotel</rs> des <rs
                  type="place" ref="#pmb189" subtype="implied">Alpenkurorts</rs> bleibt ein kleiner
                  <rs type="person" ref="#pmb2121" subtype="implied">Herr</rs> mit wundervollen,
                  <anchor type="commentary" xml:id="K_I016-123"/>blauen Augen<note type="commentary"
                  xml:id="K_I016-123h">
                  <ref target="#L_I102_augen" type="pointer"/>
               </note> vor den großen Fenstern stehen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf
               das grandiose Gebirgspanorama hat. Er hat kleine Hände mit durchsichtiger Haut und er
               streichelt seinen charakteristischen, weißen Bart. Manchmal zieht er aus der Tasche
               ein Notizbuch und macht auf kariertem Papier Notizen. Alle seine Taschen sind
               angefüllt mit Bleistiften; einige sind aus Gold, andere wieder dick wie ein Daumen.
               Bei schönem Wetter eilt dieser Herr hinaus auf die Terrasse und bewundert den Gipfel,
               von dem noch Schnee herunterleuchtet. Seine Augen fliegen über die grünen Tannen hin.
               Er begrüßt die springenden Eichhörnchen und, ich glaube, er spricht heimlich mit
               ihnen.</p>
            <p>Der berühmte Dichter <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur <hi rend="spaced_out"
                     >Schnitzler</hi>
               </rs> wohnt nämlich seit zwei Wochen etwa auf dem <rs type="place" ref="#pmb189"
                  >Semmering</rs> und ich schäme mich fast, zu erklären, daß ich bisher nicht den
               Mut hatte, ihn anzusprechen. Ich fühlte, daß man den großen <rs type="person"
                  ref="#pmb2121" subtype="implied">Dichter</rs> in seiner Ruhe nicht stören dürfe.
               Und außerdem hatte ich die Nachricht erhalten, daß <rs type="person" ref="#pmb2121"
                  >Artur Schnitzler</rs> prinzipiell kein Interview gebe.</p>
            <p>Auf Anraten meines Freundes, des Hotelportiers <anchor type="commentary"
                  xml:id="K_I016-173"/>
               <rs type="person" ref="#pmb23635">Rostler</rs>
               <note type="commentary" xml:id="K_I016-173h">Geboren als <rs type="person"
                     ref="#pmb23635">Karl Rosenbaum</rs>, änderte er zu einem nicht genauer
                  bekannten Zeitpunkt seinen Namen zu <rs type="person" ref="#pmb23635"
                  >Rostler</rs>, mutmaßlich um nicht unmittelbar als jüdisch erkennbar zu sein. Er
                  begann am <date>18. 6. 1899</date> als Portier des <rs type="place" ref="#pmb413"
                     >Südbahnhotels</rs> und blieb es bis <date>1932</date>. An sich ein Original,
                  wurde er durch das literarische Porträt im dritten Akt von <rs type="work"
                     ref="#pmb30207">Das weite Land</rs> ›unsterblich‹. <rs type="person"
                     ref="#pmb2121">Schnitzler</rs> widmete ihm eine Erstausgabe von seinem Stück
                  mit der Inschrift: »<quote>Herrn <rs type="person" ref="#pmb23635">Karl
                        Rostler</rs>, dem scharmantesten, mir persönlichsten aller
                  Portiere</quote>«. <bibl>[O. V.]: <rs type="work" ref="#pmb56450">Wie Schnitzler
                        seine Menschen zeichnete. Was der Portier vom Südbahnhotel am Semmering
                        erzählt</rs>. In: <rs type="work" ref="#pmb36376">Neues Wiener Journal</rs>,
                     Jg. 39, Nr. 13.651, <date>22. 11. 1931</date>, S. 14–15</bibl>. <bibl>Vgl. auch
                        <rs type="person" ref="#pmb58156">Rafael Hualla</rs>: <rs type="work"
                        ref="#pmb58159">Schnitzler-Held in Not</rs>. In: <rs type="work"
                        ref="#pmb42403">Der Morgen</rs>, Jg. 26, Nr. 31, <date>5. 8. 1935</date>,
                     S. 8</bibl>.</note>, baute ich dann einen bestimmten Plan, um mit <rs
                  type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs> zusammenzutreffen und ein Gespräch
               führen zu können. <rs type="person" ref="#pmb23635">Rostler</rs> ist auch des
               Dichters Freund. Diese Freundschaft hat eine literarische Geschichte. In seinem Stück
                  »<rs type="work" ref="#pmb30207">Das weite Land</rs>« – es wurde ungefähr vor
               zwanzig Jahren im <rs type="org" ref="#pmb36247">Burgtheater</rs> aufgeführt –, hatte
                  <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs> den Hotelportier <rs
                  type="person" ref="#pmb23635">Rostler</rs> auf die Bühne gestellt. Dieser Portier
               nun gab mir folgenden Rat: »Es gibt nur eine Möglichkeit, zu <rs type="person"
                  ref="#pmb2121">Artur Schnitzler</rs> zu kommen. Probieren Sie es und schreiben Sie
               ihm einen Brief!« Ich tat dies auch. Auf meinen <anchor type="commentary"
                  xml:id="K_I016-1"/>Brief<note type="commentary" xml:id="K_I016-1h">Dieser Brief
                  ist mit <date>27. 7. 1931</date> datiert und wird heute im Nachlass <rs
                     type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs>s in der <rs type="org"
                     ref="#pmb29355">Cambridge University Library</rs> aufbewahrt (<bibl>Signatur
                     Schnitzler, B 1015</bibl>).</note> erhielt ich sofort die Antwort: »Ich mache
               gern Ihre persönliche Bekanntschaft, aber von einem Interview kann keine Rede
               sein.«</p>
            <p rend="center">
               <c rendition="#ornament"/>
            </p>
            <p>Nachmittags nach dem Diner sprach <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs>
               mich an. »Ich reise heute abend ab, möchte eine halbe Stunde mit Ihnen plaudern, doch
               wie gesagt: kein Interview.« Und ich erwiderte: »Sagen Sie mir, verehrter Meister,
               gibt es irgend jemanden auf der Welt, der Ihnen verbieten könnte, über etwas, was
               Ihnen am Herzen liegt, zu schreiben? Der Journalist, der interessanten Themen
               nachjagt, kann nicht wortlos an <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur
                  Schnitzler</rs> vorübergehen, er muß über ihn schreiben.«</p>
            <p>Der Meister lacht vom ganzen Herzen und setzt sich auf die Lehne eines Fauteuils. Ich
               hatte den Eindruck, daß mir gelungen sei, was bisher noch niemandem gelang, nämlich
               ein Interview von <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur Schnitzler</rs> zu erhalten.
               Bleistift und Papier darf ich aber nicht herausnehmen.<anchor type="label"
                  xml:id="I016_bleistiftPapier"/> Inzwischen begründet <rs type="person"
                  ref="#pmb2121">Schnitzler</rs>, warum er niemals ein Interview gegeben habe.</p>
            <p>
               <ref type="question" target="#q142"/>Unser Gespräch wird also ein Interview über das
               Interview.</p>
            <p>
               <anchor type="label" xml:id="paal-interviewtypen"/>
               <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur Schnitzler</rs> sagt: »Dreierlei Arten von
               Interviews gibt es auf der Welt. Gespräche mit Politikern, Schauspielerinnen und
               Schriftstellern. Das Interview mit dem Politiker kann nie aufrichtig sein, der
               Politiker sagt immer das Gegenteil dessen, was er denkt, er zeigt nie sein Herz,
               vielleicht deshalb nicht, weil er keines hat. Wie entsteht eigentlich ein Interview?
               Ein Mensch fragt und der andere antwortet auf diese Fragen. Der Politiker antwortet
               aber niemals auf die Fragen, die an ihn gerichtet werden, sondern sagt immer nur das,
               von dem er haben will, daß es gedruckt werde. Und die Schauspielerin? Für sie ist es
               ganz egal, was gefragt und was geschrieben wird, für sie ist es nur wichtig, daß ihr
               Name recht oft in die Zeitung komme.</p>
            <p>Mit einem Schriftsteller aber kann man kein Interview machen. Wenn ein Schriftsteller
               etwas zu sagen hat, dann schreibt er es selbst und betraut damit keinen anderen. Nur
               ich selbst bin ja imstande, meine eigenen Gedanken richtig wiederzugeben, einem
               anderen ist dies unmöglich. Der Schriftsteller kann nie mit Worten, sondern nur mit
               dem Geschriebenen sprechen.<anchor type="label" xml:id="I016_geschriebenes"/>
            </p>
            <p>»Stellen Sie sich vor«, fährt <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs> fort,
               »daß hier ein Grammophon steht. Die feine Nadel überträgt jedes Wort unseres
               Gesprächs auf die Platte. Und der Setzer der Druckerei setzt nach keinem Manuskript,
               sondern nach seinem Gehör, einfach von der Platte weg. Was für ein Durcheinander
               müßte da herauskommen!</p>
            <p>Wissen Sie, warum ich kein Interview gebe? Ich stehe zum Interview ähnlich wie zum
                  <anchor type="commentary" xml:id="K_I016-12"/>Porträt<note type="commentary"
                  xml:id="K_I016-12h">Zu den künstlerischen Darstellungen <bibl>vgl. Reinhard
                     Urbach: <title level="a">Ins Bild gesetzt. Arthur Schnitzler und seine
                        Abbilder</title>. In: <title level="m">A. S. und die bildende Kunst</title>
                     15–36</bibl>.</note>. Von mir hat man noch kein gutes Porträt gemalt, das
               größte Genie ist außerstande, ein richtiges Charakterporträt desjenigen zu malen, der
               ihm bloß ein- oder zweimal sitzt.<anchor type="label" xml:id="I016_einmalSitzen"/> Um
               ein richtiges Porträt zu malen, müßte der Maler viele Jahre hindurch sein Modell
               studiert haben. Nur eine langjährige Freundschaft zwischen Modell und Künstler
               befähigt letzteren, ein lebenswahres Porträt zu schaffen. Aehnlich ergeht es mir. Ich
               lebe mit den Personen, die ich in meinen Arbeiten beschreibe, durch viele Jahre
               hindurch in enger Freundschaft und nur so ist es mir möglich, sie richtig zu
               zeichnen. Mit mir könnte nur der ein Interview machen, der jahrelang an meiner Seite
               lebte und mich durch und durch kennt. Er müßte um meine Gedanken, meine Seele und
               alle meine Eigenschaften wissen. Ein Interview mit einem Schriftsteller ist nämlich
               nichts anderes als ein Porträt desselben und niemand auf der Welt ist imstande, von
               mir nach einer einmaligen Sitzung ein Porträt zu malen. Auch nicht in Form eines
               Interviews.«</p>
            <p>Ich versuche eine Frage:<ref type="question" target="#q001"/> »Woran arbeiten Sie
               jetzt, Meister?« Lächelnd weicht mir <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs>
               aus.</p>
            <p>»Ich habe schon gesagt, daß es heute kein Interview geben wird. Und außerdem könnte
               ich Ihnen auch nicht sagen, woran ich jetzt arbeite. Ich arbeite immer an vielem
               zugleich. Ich habe meine ganz besondere Arbeitseinteilung. Zuerst mache ich mir meine
               Notizen, aus denen diktiere ich in die Maschine; wenn aber das Diktat fertig ist,
               dann fängt meine eigentliche Arbeit an.«</p>
            <p>
               <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzlers</rs> Freund, Universitätsprofessor Dr.
                  <rs type="person" ref="#pmb4412">Paul <anchor type="commentary" xml:id="TT102-1"
                     />Schinnerer<note type="textConst" xml:id="TT102-1h">
                     <quote>Schwimmer</quote>
                  </note>
               </rs>, der bekannte <rs type="place" ref="#pmb44053">New-Yorker</rs> Schriftsteller,
               holt den Dichter ab.</p>
            <p>Mein <anchor type="commentary" xml:id="K_implied_5142"/>
               <rs type="person" subtype="implied" ref="#pmb5142">Sohn</rs>
               <note type="commentary" xml:id="K_implied_5142h">
                  <rs type="person" ref="#pmb5142">János Paál</rs>; er wurde Arzt und
                  Psychoanalytiker. </note> steht ängstlich in der Ecke, er wartet auf ein Autogramm
               von <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur Schnitzler</rs>. Dieser streichelt den
               Jungen und fragt ihn: »Wie alt bist du?« – »Fünfzehn Jahre.«</p>
            <p>»Fünfzehn Jahre«, sagt der Dichter melancholisch, <anchor type="textConst"
                  xml:id="T_I016-1"/>lang ist es<note type="textConst" xml:id="T_I016-1h">
                  <quote>lang es</quote>
               </note> her, daß ich fünfzehn Jahre alt war<c rendition="#dots" n="3"/> Damals
               erschienen meine ersten <anchor type="commentary" xml:id="K_I016-11"/>
               <rs type="work" subtype="implied" ref="#pmb32460">Novellen</rs>
               <note type="commentary" xml:id="K_I016-11h">
                  <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs>s erster Novellenband, <rs
                     type="work" ref="#pmb32460">Die Frau des Weisen</rs>, erschien
                  <date>1898</date>, als <rs type="person" ref="#pmb2121">Schnitzler</rs>
                  36 war. Die ersten literarischen Arbeiten erschienen, als er 17 war,
                  doch waren das keine Novellen.</note>
               <c rendition="#dots" n="3"/> Ich werde sie zu Hause heraussuchen und werde sie
                  <anchor type="commentary" xml:id="K_I016-7"/>dir schicken<note type="commentary"
                  xml:id="K_I016-7h">Er hielt sein Versprechen, <ref target="#K_I100-1"
                     type="pointer"/>.
               </note>
               <c rendition="#dots" n="3"/>« Und <rs type="person" ref="#pmb2121">Artur
                  Schnitzler</rs> wendet sich zum Gehen. Er hat mir kein Interview gewährt. Oder war
               es doch eines?</p>
            <!--            Vgl auch den Brief in der CUL A:Schnitzler
Zugangsnummer	Cambridge.B1015
Ordnungsgattung	Briefe an
Gattung	Briefe
Person VON	Paál, Jób [Verfasser/in]
Person AN	Schnitzler, Arthur [Adressat/in]
Umfang, Beilagen	1 Bl.
Entstehungszeit	27.07.1931
Entstehungsort	Semmering
Sprache	deutsch
Mediennummer  	HS000777390
Benutzungshinweis	nicht benutzbar
Ausleihhinweis	Am Standort
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               <ref type="schnitzler-tagebuch" target="1931-07-28"/>
               <quote>Nm. Hr. <rs type="person" ref="#pmb5134">Job Paal</rs>, <rs type="place"
                     ref="#pmb35512">ung</rs>. Journalist, dem ich ein Interview verweigere und der
                  mich interviewt. Sein <rs type="person" ref="#pmb5142" subtype="implied"
                  >Sohn</rs>.</quote>
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               <bibl>
                  <rs type="person" ref="#pmb10872">Ernst Benedikt</rs> an Schnitzler,
                     <date>3. 8. 1931</date>
               </bibl>
               <quote>
                  <p>
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                           <hi rend="capitals">Neue Freie Presse</hi>.</rs>
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                        <hi rend="capitals">Redaktion:</hi>
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                  <p>
                     <hi rend="pre-print">
                        <rs type="place" ref="#pmb63189">Schubertring</rs>, <rs type="place"
                           ref="#pmb716">Fichtegasse 9–11</rs>
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                        <rs type="place" ref="#pmb51">Wien, I.</rs>
                     </hi>
                  </p>
                  <p>
                     <hi rend="pre-print">Telephon: U-18-5-95.</hi>
                  </p>
                  <p>
                     <hi rend="pre-print">Telegramm-Adresse: Etienne Wien</hi>.</p>
                  <p>
                     <hi rend="pre-print">
                        <rs type="place" ref="#pmb50">Wien</rs>, den</hi>
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                     <date>3. August <hi rend="pre-print">193</hi>1</date>.</p>
                  <p>Sehr verehrter Herr Doktor!</p>
                  <p>Verzeihen Sie, wenn ich meine Gefühle anlässlich des <rs type="work"
                        ref="#pmb32943" subtype="implied">Interviews</rs> im <rs type="work"
                        ref="#pmb36376">Neuen Wiener Journal</rs> nicht gänzlich zu unterdrücken
                     vermag. Ich muss es doch als schmerzlich empfinden, dass wir trotz <add
                        place="above">so oft</add> wiederholter Bitte derartige Beiträge nie
                     empfangen konnten, während Herr <rs type="person" ref="#pmb5134">J. Paál</rs>
                     anscheinend das Zauberwort gefunden hat. Es ist selbstverständlich, dass wir
                     keinerlei ›Ansprüche‹ erheben können. Aber wir dachten, dass wir mindestens der
                     Meistbegünstigung in dieser Richtung würdig wären, oder sollte es sich wieder
                     um einen Missbrauch handeln?</p>
                  <p>Ich wäre Ihnen, sehr verehrter Herr Doktor, zu herzlichstem Danke verpflichtet,
                     wenn ich darüber eine Nachricht empfangen könnte.</p>
                  <p>In aufrichtiger Verehrung</p>
                  <p>Ihr ergebener</p>
                  <p>
                     <handShift/>Dr Ernst Benedikt</p>
               </quote>
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                  <forename>Jób</forename>
                  <surname>Paál</surname>
               </persName>
               <persName type="person_geburtsname_nachname">Markus István Possel</persName>
               <persName type="person_geburtsname_nachname">Possel</persName>
               <persName type="legacy-name-merge">Paál, Jób</persName>
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                  <date notBefore="1888-01-01" when="1888-07-01" notAfter="1888-12-31">1888</date>
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                     <placeName type="pref">Tata</placeName>
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                  <forename>Arthur</forename>
                  <surname>Schnitzler</surname>
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               <idno type="URL" subtype="wikidata">http://www.wikidata.org/entity/Q44331</idno>
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                  >https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Schnitzler</idno>
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                  <forename>Karl</forename>
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               <persName type="person_geburtsname_nachname">Rosenbaum</persName>
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                  <date when="1940-01-31">31.01.1940</date>
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                  <forename>Rafael</forename>
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                  Literaturwissenschaftler/Literaturwissenschaftlerin</occupation>
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               <title>Wie Schnitzler seine Menschen zeichnete. Was der Portier vom Südbahnhotel am
                  Semmering erzählt</title>
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               <title>Neues Wiener Journal</title>
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               <title>Die Frau des Weisen. Novelletten</title>
               <author ref="pmb2121" role="hat-geschaffen">Schnitzler, Arthur</author>
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               <title>Gespräch mit Artur Schnitzler</title>
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               <author ref="pmb5134" role="hat-geschaffen">Paál, Jób</author>
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               <placeName type="alternative-name">Heilklimatischer Höhenluftkurort
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